Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um über die Erde hin zu leuchten. Und so geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das große zur Herrschaft über den Tag, das kleine zur Herrschaft über die Nacht, und die Sterne. Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. (Gen 1,14–18)
Franziskus zeigt uns: Jesus Christus ist gleichsam die innere Gravur der Schöpfung. Er schafft und befreit Leben, er heilt und erlöst. Durch ihn wird die Sonne zum Bruder, der Mond zur Schwester. Bruder Wind spielt mit der Schwester Wasser. Schwester Mutter Erde wird von Bruder Feuer erwärmt und erhellt. Nicht Hierarchie und Macht von Oben herrschen und bewirken das Gute, sondern die große Geschwisterlichkeit, die durch Christus initiiert ist.
Höchster, allmächtiger, guter Herr, Dir sei das Lob,
die Herrlichkeit und die Ehre und alle Segnungen.
Bei Dir allein, Höchster, kommen sie zusammen,
und kein Mensch ist würdig dich zu nennen.
Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne:
am Himmel wurden sie geformt glänzend und kostbar und schön. Amen.
Sonnengesang: 2. Strophe „Schwester Mond“