Vor rund 800 Jahren verfasste Franziskus von Assisi den Sonnengesang. Er blickte auf die Welt nicht als Eigentümer, sondern als Bruder unter Brüdern und Schwestern. Sonne, Mond, Wasser, Feuer und Erde sind für ihn keine Dinge, die uns gehören. Sie sind Geschenke Gottes. Franziskus lädt uns ein, die Welt mit den Augen der Dankbarkeit zu betrachten. Wer staunen kann, entdeckt in der Schöpfung Spuren Gottes und lernt neu, das Leben als Geschenk zu empfangen. Gerade hier, unterwegs zwischen Koppl und Guggenthal, können wir uns fragen: Was erfüllt mich mit Staunen? Wo entdecke ich die Güte Gottes in der Schöpfung? Bleiben Sie einen Augenblick stehen. Schauen Sie bewusst auf die Landschaft, den Himmel, die Pflanzen und die Menschen, die Ihnen begegnen.
Guter Gott,
du Schöpfer des Himmels und der Erde,
du schenkst uns Licht und Leben,
Wasser und Nahrung,
Menschen, die uns begleiten,
und die Schönheit deiner Schöpfung.
Öffne unsere Augen für deine Gegenwart
und lehre uns, dankbar zu leben.
Amen.