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Pfarre Koppl – Guggenthal
Erzdiözese Salzburg
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30.08.2026

Auf dem Weg zur Pfarrgemeinderatswahl 2027

Liebe Pfarrgemeinde, am Sonntag, dem 7. März 2027, werden wir einen neuen Pfarrgemeinderat (PGR) wählen. Auch wenn dieser Termin noch in einiger Entfernung liegt, ist es mir wichtig, schon heute mit euch den Geist zu teilen, in dem ich diesen wichtigen Schritt im Leben unserer Pfarre gestalten möchte, sowie die neuen Modalitäten, die diese Wahl kennzeichnen werden.

Eine Verantwortung, die allen Getauften gehört – der Auftrag des PGR

Zunächst möchte ich daran erinnern, dass das Leben einer Pfarre nicht in erster Linie dem Pfarrgemeinderat und auch nicht dem Pfarrer gehört. Es gehört der ganzen christlichen Gemeinschaft. Durch die Taufe erhält jeder Christ den Auftrag, das Evangelium zu verkünden. Das ist der eigentliche Sinn und Auftrag unserer Pfarre. Alles, was wir tun – Liturgie, Katechese, Caritas, Begegnungen oder auch die Sorge um unsere Gebäude –, hat nur dann seinen eigentlichen Wert, wenn es diesem einen Ziel dient: Menschen zur Begegnung mit Christus zu führen.

Der Pfarrgemeinderat steht im Dienst dieses gemeinsamen Auftrags. Gemeinsam mit dem Pfarrer hilft er, pastorale Schwerpunkte zu erkennen, Initiativen zu koordinieren und das Engagement aller zu fördern.

Ich vergleiche den PGR gerne mit einer Musikkapelle: Obmann, Vorstand und Kapellmeister geben die Richtung vor und koordinieren das Zusammenspiel – musizieren müssen jedoch die Musiker selbst. Genauso ersetzt der PGR niemals die Pfarrangehörigen, sondern hilft ihnen, ihre je eigene Aufgabe im Leben der Pfarre wahrzunehmen.

In Koppl dürfen wir dankbar sein für die vielen Menschen, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten großzügig in den Dienst der Pfarre stellen. Ihr oft stilles Engagement ist ein großer Reichtum. Für ihren Einsatz werde ich ihnen zu gegebener Zeit noch offiziell danken; schon heute möchte ich ihnen jedoch von Herzen meine tiefe Dankbarkeit aussprechen.

Eine Herausforderung für die Zukunft

Es wird niemandem entgangen sein, dass wir vor einer Herausforderung stehen, von der die Zukunft unserer Pfarrgemeinde bereits in den kommenden Jahren wesentlich abhängen wird: der Kontinuität zwischen den Generationen.

Durch Taufe, Erstkommunion und Firmung erreichen wir viele Kinder und Jugendliche. Dennoch finden viele von ihnen später keinen dauerhaften Platz im Leben unserer Pfarre. Meines Erachtens ist dies zugleich eine geistliche und eine gemeinschaftliche Herausforderung. Geistlich deshalb, weil viele keine persönliche Beziehung zu Christus gefunden haben. Gemeinschaftlich deshalb, weil es uns nicht immer gelingt, die Charismen, die Gott jedem schenkt, zu entdecken, zu fördern und in das Leben der Pfarre einzubinden.

Dennoch verfügen wir über große Stärken, die mich mit Hoffnung erfüllen: eine lebendige und geeinte Pfarrgemeinde, die tief im örtlichen Leben – in Politik, Vereinen und Sport – verwurzelt ist, viele Talente besitzt (musikalische, technische, organisatorische und zwischenmenschliche) und von einer schönen Kultur des Gebets getragen wird.

Deshalb wünsche ich mir, dass der zukünftige PGR vor allem ein Team ist, das die vielen Charismen erkennt, fördert und miteinander koordiniert, die der Herr unserer Gemeinschaft schenkt. Seine Aufgabe besteht nicht darin, alles selbst zu tun, sondern jedem Getauften zu helfen, seinen Platz zu finden und seinen Beitrag zur Sendung der Kirche zu leisten.

Der PGR ist übrigens nicht der einzige Ort des Engagements. Unsere Pfarre lebt vor allem von den zahlreichen Arbeitskreisen, die Tag für Tag viele unverzichtbare Dienste übernehmen. Viele werden daher ihren Platz finden, ohne Mitglied des Pfarrgemeinderats zu sein. Entscheidend ist, dass jeder seine Talente in den gemeinsamen Auftrag unserer Pfarre einbringt.

Drei pastorale Schwerpunkte für die Zukunft

Unter den vielen Bereichen des pfarrlichen Lebens wünsche ich mir, dass der zukünftige Pfarrgemeinderat drei Themen besondere Aufmerksamkeit schenkt.

An erster Stelle steht die Gestaltung unseres Gebetslebens, insbesondere alles, was Musik, Gesang und die Schönheit unserer Gottesdienste betrifft. Wir dürfen in unserer Pfarre auf viele Begabungen zählen. Ich wünsche mir, dass wir diese noch besser erkennen und fördern und besonders auch jüngeren Menschen ermöglichen, ihre Talente in den Dienst der Liturgie zu stellen. Denn das Gebet muss das Herzstück unseres pfarrlichen Lebens bleiben.

Der zweite Schwerpunkt betrifft Familien und junge Menschen. Ich wünsche mir, dass unsere Pfarre noch mehr Angebote entwickelt, die Familien helfen, ihren Glauben im Alltag zu leben, gemeinsam zu beten und das Evangelium an ihre Kinder weiterzugeben. Eltern in ihrem Erziehungsauftrag zu stärken, erscheint mir von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unserer Pfarrgemeinde.

Schließlich liegt mir besonders am Herzen, dass wir auch weiterhin unseren älteren Mitmenschen große Aufmerksamkeit schenken. Dank vieler engagierter Ehrenamtlicher geschieht bereits sehr viel, wofür ich von Herzen dankbar bin. Zugleich wünsche ich mir, dass wir ihre Verbindung zur Pfarrgemeinde noch weiter stärken – durch ein Gebetsnetzwerk, brüderliche Besuche und eine noch aufmerksamere Begleitung jener, die Einsamkeit erleben.

Wie wird die Wahl ablaufen?

Für diese Wahl wird unsere Pfarre das von der Erzdiözese vorgesehene Listenwahlmodell anwenden. Dabei wird eine vom Wahlvorstand vorbereitete Kandidatenliste den Wahlberechtigten zur Zustimmung vorgelegt.

Die Vorbereitung dieser Liste beginnt bereits jetzt.

Ich lade Sie alle ein, im Gebet über Menschen nachzudenken, die diesen Dienst für unsere Pfarrgemeinde übernehmen könnten. Namensvorschläge können in einem verschlossenen Kuvert beim Pfarrer oder im Pfarrbüro abgegeben werden. Selbstverständlich ist es auch möglich, sich selbst als Kandidat vorzuschlagen. Haben wir keine Angst, einen Ruf zum Dienst anzunehmen, wenn der Herr uns dazu einlädt. Darüber hinaus möchte ich jeden Christen bitten, sich im Gebet ehrlich zu fragen: Welches Charisma kann ich zum Wohl unserer Pfarrgemeinde einbringen? Manche Dienste bleiben im Verborgenen, andere sind sichtbarer – doch jeder soll sich mitverantwortlich wissen.

Schließlich lade ich euch ein, den gesamten Vorbereitungsprozess im Gebet zu begleiten. Bitten wir gemeinsam den Heiligen Geist, die Menschen zu berufen, die unsere Pfarre braucht. Denn unsere Pfarre braucht nicht nur einen guten Pfarrgemeinderat, sondern vor allem Getaufte, die sich als von Christus Gesandte verstehen. Möge er jedem von uns helfen, seinen Platz in dieser schönen Sendung zu entdecken und ihn mit Freude auszufüllen.

Pfarrprovisor
Don Armand d‘Harcourt

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Pfarramt Koppl Guggenthal

Poschensteinweg 4
5321 Koppl b. Salzburg

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