„Dank sei Gott!": so darf ich rückschauend sagen. Ja, ich habe Gott zu danken, zunächst für mein Leben; dann für die Gnade, dass ich Priester werden und so lang aktiv sein konnte. Im Besonderen darf ich Gott für den glücklichen Umstand danken, dass ich seit September 1976 in Guggenthal aushelfen konnte, erst in Verbindung mit der Pfarre Gnigl, nunmehr in Verbindung mit der Pfarre Koppl. Damit ist nicht nur ein großer Teil meiner Lebenszeit umfasst; sondern auch fast ein Drittel jener Zeit, seit der das Gut Guggenthal und damit die Kreuzkirche Guggenthal bestehen.
Gerne bin ich nach Guggenthal gekommen, es hat sich ein Verhältnis ähnlich wie in einer Großfamilie entwickelt. Ich danke für die vielfältigen Zeichen der Freundlichkeit; ich habe mich stets von neuem über das gemeinsame Feiern gefreut, das auch mich geprägt hat. Ich kann nur bitten und beten, dass weiterhin dieser Zusammenhalt im Feiern und im Leben bestehen bleibt. Sehr berührt hat mich die Verabschiedung anfangs Dezember: wie reichlich hat man mich beschenkt! Dieser Dank gilt natürlich ebenfalls dem Koppler Pfarrgemeinderat.
Abschließend kann ich nur sagen: „Vergelt's Gott! Gott segne Guggenthal!"
Gerhard Holotik
Lieber Gerhard, ich weiß, dass du kein Mensch bist, der Lob oder öffentliche Dankesreden mag. Aber heute musst du dich dieser schwierigen Übung stellen: 50 Jahre Dankbarkeit der Guggenthaler entgegenzunehmen. Du weißt, in der Bibel ist die Zahl 50 eine Zahl der Fülle: 7 × 7 plus 1 – die Vollendung. Daher kommt auch die Tradition der Jubiläen im Alten Testament. Und diese Gelegenheit konnten wir einfach nicht vorübergehen lassen, ohne dir unsere ganze Dankbarkeit auszudrücken.
Für meinen Teil kann ich dir nur danken – nicht nur für den sehr herzlichen Empfang bei meiner Ankunft, sondern vor allem für das schöne Bild eines Priesters, das du den Menschen hier in Guggenthal seit 50 Jahren geschenkt hast: durch deine schlichte Demut, deinen treuen Dienst und deinen Humor. Was für ein Vorbild – und auch was für ein Anspruch – für junge Priester, die in deine Fußstapfen treten.
Ich wünsche mir, liebe Brüder und Schwestern, dass diese Messe zugleich ein großes Dankgebet für das geschenkte Leben von Gerhard ist – und auch eine Gelegenheit, für geistliche Berufungen in unseren Familien zu beten.
Lieber Gerhard, diese Messe ist keine Abschiedsmesse, denn wir hoffen sehr, dass du uns weiterhin besuchen kommst. Aber es ist nie zu früh, Danke zu sagen. Und so wollen wir dem Herrn danken für all diese Jahre des Dienstes.
Don Armand d'Harcourt