Zukunft für Libanon

Die Initiative Christlicher Orient (kurz ICO), ist ein von der österreichischen katholischen Bischofskonferenz und von staatlicher Seite anerkannter Verein zur Förderung der Information über die Christen im Orient und zu deren Unterstützung.
Die Pfarre Koppl engagiert sich bei der Unterstützung.

Die folgenden Berichte von Hr. Stefan Maier, Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich, geben Einblick in die Situation vor Ort und wie die Hilfeleistungen verwendet werden.

Alle aktuelle Berichte und Informationen finden sie Hier
Hilfe für Kinder...

Februar 2018

Liebe Freunde, Förderer und Interessenten der Auslandshilfe der Caritas Salzburg!

Noch immer ist die Caritas-Kinderkampagne am Laufen, in deren Rahmen im Februar Spendenmittel für die zahlreichen Kinderprojekte der Caritas Salzburg im Nahen Osten aufgebracht werden sollen. Wie üblich steht auch dieses Mal ein wichtiges Projekt, das durch die Kampagne unterstützt werden soll, stellvertretend für zahlreiche weitere, ähnliche Projekte im Fokus. Es ist dies das in seiner Art einzigartige und von der Caritas Salzburg mitbegründete Beth Aleph-Vorschulprojekt für Flüchtlings- und Migrantenkinder in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Caritas Salzburg, der Caritas Libanon und des Sozialbüros der Ordensgemeinschaft der Lazaristen. Im Projekt werden aktuell 125 Kinder aus einem Dutzend verschiedener afrikanischer und asiatischer Nationalitäten liebevoll betreut und auf den Eintritt in das Schulsystem vorbereitet.

Um Ihnen dieses wichtige Projekt näher zu bringen und vorzustellen, haben wir eine interaktive Präsentation vorbereitet, die Sie unter folgendem Link erreichen:
http://caritas-salzburg.pageflow.io/beth-aleph

Ich lade Sie deshalb sehr herzlich ein, sich einige Minuten Zeit zu nehmen, um sich diese interessante Präsentation anzusehen, um sich über die Hintergründe und Besonderheiten dieses Projektes zu informieren. Ganz besonders freue ich mich auch darüber, dass wir mit Reginaldo Oliveira, dem Ballettchef des Salzburger Landestheaters, auch einen Schirmherren für das Beth Aleph-Projekt gefunden haben, dem das Thema Bildung für sozial schwache Kinder und Kinder am Rande der Gesellschaft – nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Geschichte – ein großes Anliegen ist. Anbei übermittle ich Ihnen auch einen Bericht darüber aus den Salzburger Nachrichten.

In der ORF-Mediathek finden Sie unter folgendem Link auch einen Bericht über die Übernahme der Schirmherrschaft für Beth Aleph durch Reginaldo Oliveira, in dem dieser seine Beweggründe für die Übernahme der Schirmherrschaft erläutert: http://tvthek.orf.at/profile/Salzburg-heute/70019/Salzburg-heute/13965947/Hilfe-aus-Salzburg-im-Libanon/14243372

Spenden für die Kinderkampagne (und somit auch für das Projekt Beth Aleph) werden dringend erbeten auf folgendes Konto der Caritas Salzburg (Verwendungszweck: „Kinderkampagne 2018“):
Raiffeisenverband Salzburg: IBAN AT11 3500 0000 0004 1533 BIC RVSAAT2S

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihr Interesse und jegliche Unterstützung. Eine große Hilfe wäre es auch, wenn Sie diesen Aufruf in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiter verbreiten könnten.

Mit freundlichen Grüßen,
Stefan Maier

Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich

Februar 2018

Liebe Freunde, Förderer und Interessenten der Auslandshilfe der Caritas Salzburg!

Seit Anfang Februar läuft die heurige Kinderkampagne der Caritas. Es ist dies neben der Hungerkampagne im Sommer die Haupt-Sammlung für die Auslandshilfeprojekte der Caritas und wie der Name schon sagt stehen jene Projekte im Fokus, die in erster Linie Kindern zugutekommen. Die Salzburger Kirchenzeitung Rupertusblatt begleitet unsere Kampagne freundlicherweise den ganzen Monat hindurch durch interessante Reportagen, in denen wichtige Kinderprojekte der Caritas Salzburg in ihrer Schwerpunktregion Naher Osten vorgestellt werden. Die ersten beiden Reportagen, die sich mit der Schule St. Vinzenz der Barmherzigen Schwestern in der Ortschaft Broumana im Libanon, wo besonders viele syrische Flüchtlingskinder Aufnahme gefunden haben, sowie mit dem einzigartigen Beth Aleph-Vorschulprojekt der Caritas für Flüchtlings- und Migrantenkinder in der libanesischen Hauptstadt Beirut beschäftigen, habe ich meiner Nachricht beigefügt.

Jede Spende für die Kinderkampagne ist hoch willkommen, um die gute Fortsetzung dieser und anderer wichtiger Kinderprojekte in den Krisenregionen des Nahen Ostens zu gewährleisten. Überweisungen bitte mit dem Kennwort "Caritas-Kinderkampagne 2018" auf folgende Kontoverbindung der Caritas Salzburg:

Raiffeisenverband Salzburg:
IBAN AT11 3500 0000 0004 1533
BIC RVSAAT2S

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Interesse!

Mit besten Grüßen,
Stefan Maier

Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich

Jänner 2018

Liebe Freunde, Förderer und Interessenten der Auslandshilfe der Caritas Salzburg!

Heute ist in Salzburg schönes Wetter, die Sonne lacht vom blauen Himmel. Haben Sie heute vielleicht diese Gelegenheit genützt, um einen Spaziergang mit ihren kleinen Kindern zu machen? Dann seien Sie dankbar dafür, dass wir in einem schönen, ruhigen und friedlichen Land leben, wo ein solch harmloses Freizeitvergnügen möglich ist, ohne dass man um sein Leben oder das seiner Kinder fürchten muss. Dass dies nämlich nicht selbstverständlich ist, besonders in den vielen Konfliktregionen unserer Welt, das zeigt die Nachricht, die ich gerade von meiner Kollegin Sandra von der Caritas Syrien aus Damaskus erhalten habe und die mich tief betroffen gemacht und erschüttert hat:

Am 1. Januar 2018 haben Al-Qaida-nahe Gruppen eine großangelegte Offensive gestartet, um eine wichtige Militärbasis östlich der Hauptstadt Damaskus zu erobern. "The Vehicle Base" ist die größte militärische Einrichtung in der Region Ost-Ghouta. Die Basis enthält eine große Anzahl von Soldaten sowie große Waffenlager. Seitdem begannen syrische Luftangriffe auf die Positionen von Al-Qaida in der Stadt Harasta zu zielen, und Al-Qaida begann von Zeit zu Zeit Mörsergranaten auf Damaskus abzufeuern, besonders auf die nahegelegene Altstadt, wo sich viele Kirchen und christliche Schulen befinden. In den letzten zwanzig Tagen wurden mehr als fünf Kirchen von Mörsergranaten getroffen, die materiellen Schaden anrichteten und viele Zivilisten töteten und verletzten.

Vorgestern, am Montag, den 22. Januar 2018, um 14.15 Uhr, der Hauptverkehrszeit in Damaskus, als die Schüler aus ihren Schulen strömten und viele Angestellte ihren Arbeitsplatz verließen, trafen mehrere Mörsergranaten die Altstadt (konkret die Stadtviertel Bab Touma und Bab Sharki). Als Ergebnis dieses Granatenangriffs wurden 12 Personen getötet und rund 31 verletzt. Das Krankenhaus St. Louis der Barmherzigen Schwestern, das früher auch von der Caritas Salzburg unterstützt worden war, war die Hauptanlaufstelle für die vielen Verletzten, da es das nächstgelegene Krankenhaus in der Altstadt ist.

Hier die bedrückende Schilderung einer Augenzeugin, die in diesem Augenblick im Krankenhaus war und die folgenden Ereignisse persönlich miterlebt hat: “Es war das erste Mal, dass ich die Schreie von Leuten, Schülern und ihren Eltern, in der Halle des Krankenhauses gehört habe. Ich sah eine tote Mutter, umgeben von ihren Kindern, die sie riefen, so als ob sie sie vom Schlaf aufwecken wollten: „Mama…Mama.“ Von einer Familie liegt der Vater auf der Intensivstation, die Mutter ist schwer verletzt und der dreijährige Sohn ist ums Leben gekommen – nur weil die Familie beschlossen hatte, mit ihrem Sohn an diesem sonnigen Tag einen Spaziergang zu machen.

Die Großmutter des Buben schrie, fluchte und weinte. Niemand konnte ihr einen Vorwurf machen. Sie war vor einigen Minuten noch eine Großmutter – nun ist sie keine mehr…sie ist nun nur noch eine trauernde Mutter, die die Ärzte anflehte, ihr Informationen über den Zustand ihres Sohnes auf der Intensivstation zu geben. Ich sah eine Frau, die um ihren Mann weinte, der noch vor wenigen Minuten neben ihr auf der Straße gegangen war, bis das einschlagende Granatwerfergeschoß ihn wie Papier von ihr wegschleuderte.

Ich sah ein 15jähriges Mädchen, über und über mit Blut bedeckt. Ihr Name war Rita. Sie ist jetzt ein Engel im Himmel. Ich sah eine Mutter, die umstehenden Personen erzählte, dass sie ihre Tochter erst vor kurzem in einem Fitnessstudio angemeldet hatte, um Aerobic zu betreiben. Nun könne sie dies nicht mehr tun, denn sie habe ein Bein verloren und das zweite sei in einem kritischen Zustand… Ich sah Blut, Wasser und Reinigungsmittel überall auf dem Boden des Krankenhauses. Ärzte liefen herum. Sie arbeiteten und weinten zur gleichen Zeit.

Haben Sie so etwas schon jemals gesehen? Haben Sie schon jemals einen Krankenhausdirektor gesehen, der die ganze Zeit in blutigen Handschuhen herumläuft? Sogar der Hausmeister des Krankenhauses bewegte sich zwischen Menschen und versuchte, diese zu beruhigen, auch er weinte...“ Soweit der erschütternde Bericht der Augenzeugin aus dem Krankenhaus St. Louis.

Ich bin mir völlig der Tatsache bewusst, dass sich nur wenige Kilometer von dort entfernt – auf der anderen Seite der Front – im Gebiet, das von den Rebellen kontrolliert wird, sich die Bilder gleichen und auch hier jeden Tag Kämpfer, aber sicherlich auch sehr viele unschuldige Zivilisten durch Luftangriffe und Beschuss grausam ums Leben kommen. Nichts zeigt den Wahnsinn dieses Konfliktes besser auf, in dem sich die Bürger des gleichen Landes, Bewohner der gleichen Stadt, möglicherweise frühere Nachbarn und Arbeitskollegen heute gegenseitig bis aufs Blut bekämpfen. Möge dieser Irrsinn so rasch wie möglich zu Ende gehen...

Ein letzter Gedanke sei mir noch erlaubt: Haben Sie irgendetwas über die hier geschilderten Ereignisse aus den Medien erfahren? Ganz egal ob Zeitung, Radio oder Fernsehen? Da ich durch verschiedene Projektpartner vor Ort rasch von den Ereignissen gehört habe, habe ich aufgepasst. Vielleicht ist mir tatsächlich etwas entgangen, aber ich habe bewusst in keinem Medium auch nur das Geringste über diesen Zwischenfall mit doch einer nicht unbeträchtlichen Zahl an Opfern erfahren.

Woran kann das wohl liegen? Entweder ist es tatsächlich so, dass wir (ich meine dabei uns alle als Medienkonsumenten) nach all den Schrecken in Syrien in den vergangenen mehr als sieben Kriegsjahren schon so abgestumpft und desinteressiert sind, dass es tatsächlich nur noch „Megaereignisse“ in die Medien schaffen oder besteht auch die Möglichkeit, dass wir nur selektiv bestimmte Informationen vorgesetzt bekommen (aus welchen Beweggründen auch immer)? Ich vermag es nicht zu beurteilen, aber beide Möglichkeiten wären aus meiner Sicht ebenso tragisch wie bedenklich…

Die angehängten Fotos zeigen zwei der jungen Opfer: den 3jährigen Elias, dem der Spaziergang mit seinen Eltern zum Verhängnis geworden ist, und die 15jährige Rita. Nachdem ich selbst einen dreijährigen Sohn habe und natürlich von meiner Tätigkeit in Syrien das Krankenhaus St. Louis und die hier tätigen Schwestern und Mitarbeiter gut kenne, machen mich diese Ereignisse besonders betroffen.

Sie zeigen mir aber auch wieder einmal auf, wie wichtig in diesem Konflikt die Hilfe der Caritas (und natürlich vieler anderer Organisationen) ist, die ja sowohl in der syrischen Hauptstadt Damaskus und anderen Regionen des Landes, aber auch in den hauptbetroffenen Nachbarländern Libanon und Jordanien zahlreiche Hilfsprokekte im sozialen und medizinischen Bereich durchführt und so versucht, den Kriegsopfern, den im Land Vertriebenen wie auch den Flüchtlingen nach besten Kräften zu helfen. Dies alles ist nur möglich dank der beständigen Unterstützung unserer vielen treuen Spenderinnen und Spender, denen ich auf diesem Weg wieder einmal aufrichtig „DANKE“ sagen will.

Trotz der traurigen Schilderungen wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag. Und wenn Sie das schöne Wetter noch zu einem Spaziergang nützen wollen – nur zu, bei uns ist es ja glücklicherweise völlig ungefährlich!

Stefan Maier M.A.

Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg Und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich

Jänner 2018

Liebe Freunde, Förderer und Interessenten der Auslandshilfe der Caritas Salzburg!

Im Rahmen der im Februar stattfindenden Kinderkampagne der Auslandshilfe der Caritas Salzburg darf ich Sie - zusammen mit dem bayrischen Kabarettisten Christian (Fonsi) Springer vom Verein "Orienthelfer" e.V. - recht herzlich zu einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, den 7. 2. 2018, um 19.00 Uhr ins Haus Franziskus, Anton-Graf-Straße 4, einladen (siehe angehängteEinladungskarte).
Thema ist der Kampf gegen eine "verlorene" Generation syrischer Kinder im Nahen Osten, die Bedeutung von Bildung und wie konkret vor Ort geholfen werden kann. Ich hoffe sehr auf Ihr zahlreiches Erscheinen und wäre natürlich sehr dankbar, wenn Sie diese Einladung auch in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis weiterleiten bzw. weiter verbreiten könnten.

Mit besten Grüßen,
Stefan Maier

Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburg und Nahost-Koordinator der Caritas Österreich

Liebe Freunde, Förderer und Interessenten der Auslandshilfe der Caritas Salzburg! 

Mit der beigefügten Weihnachtskarte, die ein Kind aus dem von der Caritas Salzburg unterstützten Beth Aleph-Vorschulprojekt für Flüchtlings- und Migrantenkinder in der libanesischen Hauptstadt Beirut zeigt, möchte Ihnen die Auslandshilfe der Caritas Salzburg ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, erfolgreiches und vor allem gesundes Neues Jahr wünschen. Im heurigen Jahr waren wir und vor allem die Menschen in unserer Schwerpunktregion „Naher Osten“ mit einem ungeahnten Ausmaß von Not und Elend, Gewalt, Terror und Hoffnungs- und Perspektivlosigkeit konfrontiert. Trotz allem konnte – nicht zuletzt dank Ihrer tatkräftigen Unterstützung – vielen notleidenden Menschen in zahlreichen Projekten wirksam geholfen werden. Dafür vielen herzlichen Dank. Hoffen wir, dass das Neue Jahr 2017 mehr Frieden und Hoffnung für uns alle, unsere Partner und die Menschen im Nahen Osten, für die wir tätig sind, bringen möge.  Abschließend möchte ich Sie noch herzlich einladen, sich unter dem Link

https://youtu.be/xFMJQircVTU

ein Kurzvideo über die Weihnachtsfeiern unserer Partnerorganisation „Sozialbüro der Lazaristen“ in Beirut anzusehen (Weihnachtsfeier für Kinder, darunter auch die Kinder des Beth Aleph-Schulprojektes der Caritas bzw. ein Weihnachtsessen für Alte und bedürftige Menschen). Mit diesen Zeilen und Bildern verabschiede ich mich für das heurige Jahr und wünsche Ihnen gesegnete Weihnachten und schöne Feiertage! 

Stefan Maier
Leiter der Auslandshilfe der Caritas Salzburgund Nahost-Koordinator der Caritas Österreich    

>> 2016 Weihnachtskarte Auslandshilfe.pdf